Weiterbildung und Berufsbildung

E-ID Gesetz im Po­li­tik­un­ter­richt

Am 7. März entscheidet das Stimmvolk auch über die Einführung eines Bundesgesetzes über elektronische Identifizierungsdienste (E-ID-Gesetz). Dabei steht eine auch in anderen Bereichen immer wieder auftauchende Frage im Zentrum: Was übernimmt der Staat und was ist in den Händen privater Unternehmen besser aufgehoben? Ist der Staat innovativ genug die Technologien voranzutreiben oder ist es besser, er überlässt dies den Privaten? Kann er dabei eine ausreichende Kontrolle über die Daten gewährleisten? Das dürfte die entscheidende Kernfrage rund um die Abstimmung sein.

Letztlich geht es – wie so oft im Leben – um Vertrauen. Die Klassen haben sich dabei mit den Pro- und Kontrapositionen auseinandergesetzt und dabei folgende Aufträge erhalten: Sie kreieren je ein Pro- und Kontraplakat und fassen ihre Erkenntnisse in einem Text zusammen. Die Ergebnisse sind auf dieser Website publiziert. Sie widerspiegeln dabei nicht die persönliche Haltung der Klassen, sondern zeigen das Ergebnis der Auseinandersetzung mit dem Thema. Dabei zeigt sich eines immer wieder eindrücklich: Je tiefer man sich mit einem Thema beschäftigt, je mehr man darüber weiss, desto schwerer fällt es letztlich eine Entscheidung zu treffen. Mehr Wissen macht es nicht einfacher, dafür spannender.

Gruppe A1: Digitale Identität aller Menschen – Fortschritt oder globale Überwachung?

Einleitung

Jahrelang war die Digitale Identität Gesprächsthema in der Schweiz, allerdings eine Diskussion ohne konkrete Taten und Projekte. Abgesehen von der SuisseID: Das ist eine Identifikationsmöglichkeit, welche unter anderem von der Post und der SBB aktiv genutzt werden. Diese SuisseID ist mit enormen Aufwand auf die Beine gestellt worden, ohne jemals wirklich abheben und sich etablieren zu können.

Seit Ende 2016 hat sich das geändert. Zahlreiche Gruppierungen, Institutionen und Unter- nehmen sind mit konkreten Projekten am Ball. Befeuert dann vor allem auch durch den Vor- entwurf zur elektronischen Identität, den der Bundesrat im Februar 2017 vorgestellt und in die Vernehmlassung geschickt hat. Auf dem Boden dieser neuen Klarheit sind weitere Initia- tiven entstanden und bereits verfolgte Pläne weiter konkretisiert worden. Die Idee, hinter der der E-ID ist, simpel: Ein Grossteil unserer Leben spielt sich mittlerweile online ab. Deshalb soll der Schweizer Pass zukünftig auch in einer Online Variante ausgestellt werden. So könnte man sich überall mit einem Login anmelden und vor allem eindeutig identifizieren. Dazu gehören Tätigkeiten wie Online ein neues Bankkonto zu eröffnen, einen Handyvertrag (oder sonstige Verträge zu unterschreiben) oder auch amtliche Vorgänge unkompliziert zu erledigen.

Mit der Konzentration auf die SwissID, welche von der SwissSign Group entwickelt wird, hat sich erst die Ausgangslage geklärt, das Ende und die finale Lösung bleiben allerdings noch offen. Zahlreiche Unternehmen (staatsnahe Betriebe, Banken und Finanzdienstleister, Versicherer und Krankenkassen) kooperieren und treiben das Projekt der digitalen Identität gemeinsam voran. Das Thema der Digital Identity Schweiz (E-ID) wird darüber hinaus durch weitere Initiativen bestärkt, was der Idee selbst die notwendige Aufmerksamkeit zur Durchsetzung verschaffen kann. In welcher Form, mit welchen Funktionen genau und durch wen ausgestellt, bleibt vorderhand umstritten, die Reise ist noch lange nicht zu Ende. Ein Schritt in Richtung Klarheit bietet uns der 7. März: Da stimmen die fünfeinhalb Millionen Stimmberechtigten der Schweiz ab, ob das Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste angenommen oder abgelehnt werden soll.

Beteiligung privater Firmen – der Fall der Initiative?

Eine Digitalisierung des Identitätsnachweises ist nicht zu verhindern. Das vereinfacht Pro- zesse für Anbieter und Anwender, da eine einheitlich beglaubigte digitale Identität vorliegt. Jedoch sollen anders als heute, kommerzielle, private Unternehmen für die Herausgabe des amtlichen Ausweises zuständig sein.

Dafür spricht, dass der Bund nicht in der Lage wäre, ein solches Projekt in Eigenregie zu stemmen. Denn das Unterfangen wäre bei weitem zu teuer, da es eine sehr schwerfällige Angelegenheit ist, auf Grund der Komplexität. Zuständige Firmen hätten da bereits einen wichtigen Vorsprung: Sie bringen bereits eine Basis an Knowhow in diesem Bereich mit und können einheitlich vorgehen. Somit haben private Anbieter die Ressourcen für eine solche Umsetzung und es entsteht dazu noch ein Wettbewerb in der Wirtschaft, was wiederum zu Innovation führt. Dazu muss gesagt werden, dass zum Beispiel bereits jetzt Pässe von Orell Füssli gedruckt werden. Dagegen spricht die Gefahr des Datenmissbrauchs – das Risiko für Datenklau wäre stark er- höht. Ausserdem würde somit eine ureigene Staatliche Aufgabe teilprivatisiert werden. Auch fehlt noch eine Breitere Unterstützung der Bevölkerung und Kantone.

Datenschutz und Sicherheitsbedenken

Dass die Schaffung eines digitalen Identitätsnachweises unumgänglich ist, wird nicht bestritten. Trotzdem führt die Abstimmung über die E-ID zu einer Debatte. Die Geister spalten sich an der Frage, wer das neue Dokument ausstellen soll. Der Bund, wie dies bei herkömmlichen Ausweispapieren der Fall ist oder neu private Unternehmungen, wie es das Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste vorsieht.

Die Befürworter argumentieren, der Staat sei gar nicht in der Lage ein solches Projekt in Eigenregie zu stemmen. Die Gegner verweisen auf die Gefahren, die eine Abgabe von staatlichen Kompetenzen an die Privatwirtschaft mit sich bringt.

Egal wie die Abstimmung ausgeht, übrig bleibt ein Dilemma: Wird sie angenommen, kann dies eine Aufweichung des Datenschutzes bedeuten und Tür und Tor für weitere Privatisierungen von öffentlichen Aufgaben öffnen.

Wird es abgelehnt, verzögert sich die Schaffung einer dringend benötigten digitalen Identität.

Erhöhte Gefahr des Datenmissbrauchs

Firmen im Dienstleistungssektor gieren nach Daten über bestehende und potenzielle Kun- den. In den Starlöchern zur Herausgabe der E-ID ist bereits ein Konsortium aus Banken, Versicherungen, der Post, SBB und Swisscom. Die Gegner befürchten hier ein grosses Potenzial an missbräuchlicher Verwendung der von den Behörden zur Verfügung gestellten Daten.

Die Befürworter werben gerade mit klaren Regeln für mehr Transparenz und Daten-
schutz sowie garantierten unabhängigen Kontrollen. Ausserdem seien auch staatliche Stellen nicht vor Hackerangriffen gefeit.
Die Befürworter argumentieren, der Staat sei gar nicht in der Lage ein solches Projekt in Eigenregie zu stemmen. Die Gegner verweisen auf die Gefahren, die eine Abgabe von staatlichen Kompetenzen an die Privatwirtschaft mit sich bringt.

Fazit

Grundsätzlich ist der Grossteil der Gruppe für ein klares Nein. Und das aus dem einfachen und sehr grossen ABER aufgrund der Privaten Anbieter. Denn diese Unternehmen, unter an- derem Credit Suisse und Suisse Life, schliessen sich zu einem grossen Konzern genannt SwissSign zusammen. Das erstellen und Verwalten der E-ID ist dann Aufgabe dieses Kon- zerns, was automatisch heisst, dass sie sehr viel Daten von den jeweiligen Personen bekom- men. Diese Daten bestünden zum Beispiel aus dem Passfoto, welches von der Polizei aus- gestellt werden würde und natürlich auch den Verlauf, der generiert wird, jedes Mal, wenn man diese E-ID dann tatsächlich braucht. Sprich SwissSign weiss, auf welchen Webseiten man sich aufhaltet und was man sich alles kauft, ansieht, runterlädt usw. Man wird komplett transparent. Klar dürfen diese Daten nicht kommerzialisiert werden. Aber seit wann ver- trauen wir in dieser Hinsicht profitorientierten Grossunternehmen. Es wäre vielleicht eine Op- tion, wenn es die einzige Lösung wäre, die E-ID überhaupt zu machen. Dann könnte man theoretisch das Vertrauen aufbringen und aus Bequemlichkeit die E-ID doch erstellen. Dass man dies aber von den Personen verlangt und auch eine riesige Bürokratie für die Datenschutzkontrolle aufbaut, ist umso absurder, weil es eine sichere und naheliegende Al- ternative gibt: Nämlich, dass man den digitalen Schweizer Pass von der Institution verwalten lässt, die sowieso bereits alle Daten von uns besitzt und seit Ewigkeiten physische Pässe herausgibt – der Staat. Aber das passt halt nun mal nicht in die Privatisierungsideologie der «wirtschaftsfreundlichen» Parteien. Deshalb ist diese Aussage «der Schweizer Staat kriegt das mit der E-ID nicht hin» auch einfach nur eine faule Ausrede, um mehr Geld zu machen. Und wenn da trotzdem etwas Wahres dran sein sollte, sind wir dafür, dass sich der Staat diese Kompetenz einfach aneignen soll, da wir im 21. Jahrhundert leben. Für genau solche Dinge, bezahlen wir schliesslich Steuern. Und falls wir wirklich nichts hinkriegen sollten, fragen wir einfach Lichtenstein, die haben die E-ID innerhalb eines Jahres umgesetzt.

Das Argument dafür ist natürlich, dass man sich in Zukunft Online «einfacher» bewegen kann, aber ob diese Tatsache die restlichen Fakten aufwiegt ist fraglich.Egal wie die Abstimmung ausgeht, übrig bleibt ein Dilemma: Wird das neue Gesetz angenommen, kann dies eine Aufweichung des Datenschutzes bedeuten und Tür und Tor für wei- tere Privatisierungen von öffentlichen Aufgaben öffnen.

Wird es abgelehnt, verzögert sich die Schaffung einer dringend benötigten digitalen Identität.

Gruppe B1: Das umstrittene Gesetz

Am 7. März wir abgestimmt darüber, ob eine freiwillige elektronische Identität (E-ID) zur Überprüfung der Identität im Internet eingeführt werden soll. Wenn dies angenommen wird, kann eine Person eine E-ID jederzeit beantragen. Dann wird diese an en Bund vom Anbieter weitergeleitet, um die notwendigen Daten zu erhalten. All dies geschieht nur bei der Zustimmung dieser Person, Ihre Daten weiter zu geben. Dazu findet all das nur freiwillig statt. Mit der E-ID kann man sich problemlos ohne Passwort anmelden wie auch Dienstleistungen beziehen Private Unternehmen, Gemeinden und Kantone können E-ID-AnbieterInnen werden. Zur Sicherheit werden sie jedoch vom Bund kontrolliert.Wie bei jeder Abstimmung gibt es Befürworter und Gegner. Beide Parteien haben starke Argumente.Argumente gegen das E-ID-Gesetz

  • Digitaler Schweizer Pass
  • Die E-ID soll im Internet als Nachweis der eigenen Identität verwendet werden können und ist vergleichbar mit der Identitätskarte oder dem Schweizer Pass im realen Leben. Somit wird die E-ID zum neuen amtlichen Ausweis, nämlich zum digitalen Schweizer Pass.
  • Bund wird zum Datenlieferanten
  • Der Bund wird mit der Kommerzialisierung der digitalen Identität zum Datenlieferanten degradiert. Ausserdem werden privaten Konzernen die persönlichen Daten der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung gestellt.
  • Ungenügender Datenschutz
  • Jede Nutzung der E-ID wird bei privaten Konzernen aufgezeichnet und zentral gespeichert. Dadurch entsteht ein Missbrauchspotenzial.
  • Vertrauen der Bevölkerung fehlt
  • 80% der Bevölkerung wollen den digitalen Pass nicht von Firmen, sondern vom Staat selbst beziehen. Somit fehlt das Vertrauen in private Unternehmen und mit der E-ID haben sich Bundesrat und Parlament über den Willen der Bevölkerung hinweggesetzt.
  • Seniorenverbände sagen Nein
  • Der Schweizer Seniorenrat, der Schweizer Verband für Seniorenfragen und die Vereinigung aktiver Senioren- und Selbsthilfeorganisationen der Schweiz lehnen die Vorlage ab.
  • Acht Kantone lehnen das Gesetz ab
  • Acht Kantone bieten ihre Unterstützung zur E-ID ab, weil sie die Herausgabe von Ausweisen als staatliche Kernaufgabe erachten. Der Kanton Schaffhausen und die Stadt Zug geben bereits eine eigene E-ID heraus. Der Bund könnte problemlos selbst einen digitalen Pass herausgeben.

Argumente für das E-ID-Gesetz

  • Einfach und sicher
    Dank der Überprüfung der Identität durch den Bund und dem ausgebauten Datenschutz können utzerinnen und Nutzer im Internet einfach und sicher Waren und Dienstleistungen beziehen. Sie sind besser vor Missbrauch und Betrug geschützt.Die unübersichtliche Vielzahl von Passwörtern verringert sich und umständliche Registrierungen fallen weg.
  • Handlungsbedarf
    Viele Staaten kennen bereits heute E-ID-Lösungen. Die Schweiz hinkt dieser Entwicklung hinterher. In Wirtschaft und Gesellschaft gibt es ein grosses Bedürfnis nach der E-ID, weil damit neue Angebote im Internet möglich werden.
  • Sinnvolle Aufgabenteilung
    Bundesrat und Parlament haben sich für eine zukunftsorientierte Lösung mit einer klaren Aufgabenteilung entschieden. Der Bund prüft die Identität von Personen und kontrolliert die E-ID- Anbieter. Er bleibt somit Garant für ein sicheres und vertrauenswürdiges System. Die technische Umsetzung überlässt der Bund hingegen Unternehmen, Kantonen und Gemeinden. Dadurch fördert er innovative und kundenfreundliche Anwendungen. So tut jeder, was er am besten kann.

Fazit

Unsere Gruppe kommt aus einer Generation, wo alles online und auf dem Smartphone geschieht. Aus diesem Grund sind wir dafür die E-ID ein zu führen. Es macht vieles einfacher. Und wir kennen es doch alle, wenn man mal das Passwort vergisst 😉

Gruppe C1: Die E-Identität

Mit der E-ID wird ein staatlich anerkanntes Login geschaffen, das den Nutzerinnen und Nutzern eine eindeutige, sichere sowie benutzerfreundliche Identifizierung im Internet ermöglicht. Die E-ID soll nützlich für Transaktionen bei Geschäfts- und Kundenbeziehungen und die Erhöhung der Sicherheit bei der Identifikation im Internet sein. Entsprechend enthält

die E-ID die üblichen amtlichen Personenidentifizierungsdaten, wie der amtliche Name, das Geburtsdatum, der Geburtsort oder das Gesichtsbild.

Der Datenschutz
Der Datenschutz ist ein grosses Thema bei den Bürgern. Denn im Gegensatz zu den bisherigen Ausweisen würde jede Nutzung der E-ID bei einem privaten Unternehmen aufgezeichnet und zentral gespeichert werden. Der Bund wird daher zu einem Datenlieferant. Die Polizei würde eine neue Personendatenbank erstellen, um den privaten Unternehmungen die persönlichen Daten zur Verfügung zu stellen. Der Bund versichert natürlich das der Datenschutz weiterhin erhalten bleibt und Vorkehrungen werden getroffen, um auch diesen zu sichern. Die privaten Unternehmungen sind zur Schweigepflicht verpflichten und es ist Ihnen nicht erlaubt, die Daten weiter zu geben.

E-ID in Deutschland
Deutschland hat seit 2010 gibt es den elektronischen Personalausweis, doch ein Erfolg ist es nicht. 62 Millionen Menschen forderten eine E-ID doch bis heute wurden erst 30 Millionen gemacht. Zu Beginn brauchte man ein eigenes Kartenlesegerät. Inzwischen gibt es die AusweisApp2 als Ersatz, doch diese wurde nur 4 Millionen Mal heruntergeladen. Ein weiteres Problem, welches auftauchte ist, dass es zu wenige Unternehmen, welche die deutsche E-ID akzeptieren gibt. Deswegen wird die E-ID wird kaum verwendet.

Verwendung
Die E-ID soll im Internet als Nachweis der eigenen Identität verwendet werden können und ist vergleichbar mit der Identitätskarte oder dem Schweizer Pass im realen Leben.

Mit einer staatlich anerkannten und geprüften e-ID wird vieles im Internet einfacher und sicherer. Kein Chaos mit unzähligen Logins und Passwörtern, mehr Kontrolle und Transparenz über die eigenen Daten, ein Mittel gegen Identitätsbetrüger, mehr Unabhängigkeit von Öffnungszeiten, weniger Schlange stehen am Schalter und weniger Papier.

Gruppenfazit
Die Abstimmung über die E-ID ist ein schwieriger Entscheid. Sie hat Vorteile und auch Nachteile. Es ist wichtig das der Entscheid bei der jeweiligen Person bleiben kann. Leider will der Bund die E-ID über private Unternehmungen machen. Unserer Meinung nach ist dies der entscheidende Punkt. Pässe gehören nicht in die Hände von Privatfirmen. Es ist eine staatliche Angelegenheit und sollte auch dortbleiben. Wenn es ein Referendum gibt und es würde geschrieben stehen, dass die Informationen zur E-ID beim Bund bleiben würde, würden wir dies nochmals überdenken und vielleicht Ja stimmen.

Gruppe A2: Das E-ID Gesetz

E I N L E I T U N G

Am 7. März 2021 wird in der Schweiz über das E-ID-Gesetz abgestimmt. Hierbei ist die Rede von einer digitalen ID, die jede Person mit einem schweizer Pass, aber auch Ausländer mit Wohnsitz in der Schweiz beantragen können. Momentan gibt es bereits verschieden Verfahren. Am bekanntesten ist wohl die Methode, bei der sich Nutzer mit einem Benutzernamen und einem Passwort registrieren müssen. Das neue E-ID-Gesetz soll nun diverse solcher Identifizierungsverfahren erleichtern und gesetzlich regeln. Gegen dieses vom Bund veröffentlichte Gesetz wurde ein Referendum eingereicht, über welches wir, wie bereits erwähnt, im kommenden März abstimmen werden. In diesem Dokument sind die wichtigsten Argumente der Pro- und Kontra Seiten, sowie unser neutrales Fazit festgehalten.

Z E N T R A L E   T H E M E N

Funktion

Mit einer E-ID können sich natürliche Personen sicher und bequem bei Online-Portalen registrieren und später wieder anmelden. Somit muss man sich nicht mehr überall immer anmelden mit einem anderen Username oder Passwort, da dies mit der E-ID geregelt wird. Das erleichtert unter anderem z.B das online-Shopping vieler Web Benutzer.

Pros

–        Komfortabel, leichtes anmelden

–        Mehr Online Shopping Nutzer

Kontras

–        Registrierung durch Anbieter, kann man nicht selber

Sicherheit

Es werden auf einem drei Sicherheitsniveaus anerkannt. Substanziell, Niedrig und hoch. Die Sicherheitsniveaus unterscheiden sich durch den Ausstellungsprozess, den Betrieb und den Einsatz. Mit diesem Modell ist es zum Beispiel möglich, sich beim Sicherheitsniveau auf „niedrig“ zu registrieren und diese später bei Bedarf auch auf eine Stufe höher setzen.

Pros

–        Sicherheit wird auf drei Niveaus geleistet

–        Das Sicherheitsniveau darf später auch noch geändert werden

Kontras

–        Könnte für die Nutzer zu anstrengend sein

Datenschutz

Die elektronischen Identitätsdienstleister muss eine Bundesaufgabe erfüllen und somit datenschutzrechtlich als Bundesorgane gelten. Es schafft klare Regeln für mehr Transparenz und Datenschutz und garantiert unabhängige Kontrollen. Neben den privaten Angeboten muss mindestens eine staatlich herausgegebene digitale Identität als Alternative zur Verfügung stehen. Das vorliegende E-ID-Gesetz sieht das nicht vor.

Pros

–        Bundesrat hat Zugriff auf deine eigene Daten

–        Daten sind sicher

Kontras

–        Beantragung durch Bundesrat

–        Datenschutz ist nicht auf höchster Priorität

F A Z I T

Im allgemeinen ist die E-ID ein gutes Konzept mit Anpassungsbedarf. Die E-ID kann in sehr vielen Situationen hilfreich sein. Wenn man beispielsweise ein Bankkonto ganz einfach online via E-ID eröffnen könnte, ohne überflüssigen Aufwand. Ausserdem gibt es jedoch einige Kritikpunkte. Die E-ID ist zwar freiwillig. Jedoch könnte es sein, dass viele Online-Dienstleister und Verkäufer die E-ID als Pflicht ansehen. Somit würde man quasi gezwungen diese zu machen. Diese ID.

Wir in der Gruppe sind gegen das E-ID Gesetz, da wir trotz der grossen Datenbanken und Sicherheit nicht trauen. Wir fühlen uns sicherer, wenn wir unsere Daten bei uns gesichert/abgelegt haben. Zu Beginn könnte das Gesetz gut klappen, aber doch finden wir, es könnte irgendwann auch mal zu einem Zusammenbruch kommen.

Gruppe B2: Ergebnisse zum E-ID Gesetz

Die e-ID sollte im Internet vieles einfacher, sicherer und schneller machen. Es ersetzt viele Passwort-Logins und man muss sich somit für all seine verschiedenen Accounts die Passwörter nicht mehr merken, sondern man kann sich nachher ganz einfach mit der e-ID anmelden. Die e-ID gibt den Nutzern mehr Kontrolle und Transparenz über die eigenen Daten, dadurch wird es massiv weniger Identitätsbetrug geben.

Datenschutz

Es gelten die gleichen Datenschutzgesetze, die E-ID ist jedoch um einiges sicherer, als die Wege die wir früher benutzt haben um uns einzuloggen. Ihre Daten dürfen immernoch nur mit der Zustimmung der nutzenden Person weitergegeben werden.

Sicherheit

Mit der E-ID sind sie viel sicherer im Internet am surfen. Niemanden kann ihre Identität stehlen und einem Hacker legen sie mit einer E-ID fast schon komplett das Handwerk. Dazu können Sie sich viel schneller Identifizieren lassen, da nur Sie Ihren eigenen Daten haben.

 Passwort-Login

Mit der E-ID müssen sie sich nicht mehr die vielen Passwörter merken und können danach mit nur einem Passworte sich überall anmelden. Das heisst, dass Sie viele Ihrer Passwörter nicht mehr merken müssen und es auch viel schwieriger wird für die Hacker, die Daten ihrer Konten zu finden.

Pro:

– Schnelles Login

– Geringer Identitätsbetrug

– Daten sind besser geschützt

Im vergleich zum bisherigen Login Verfahren, würden wir uns sehr viel schneller autorisieren lassen und könnten dadurch das lässtige merken von Passwörter und herumschlagen von Passwort zurücksetzungen, ein für alle mal sparen. Ein Risiko von einem Angriff durch einen Hacker oder Identitäts Betrüger würde auf ein minimum senken, da wegen eines neuen Systems (der e-ID) alle herkömmlichen Angriffsmethoden unbrauchbar werden. Ob die e-Id die durch private Unternehmen gestützt ist, wirklich einen maximalen Schutz der Identität bietet ist noch nicht klar. Aber es wäre definitiv ein Schritt in die höhere Sicherheit & Zukunft.

Contra:

– Daten liegen bei einem privaten Unternehmen

– Hacker angriff immer noch möglich

– Große aufwendige Umstellungen im allgemein Leben

80% der Bevölkerung will den digitalen Pass nicht von Firmen, sondern vom Staat beziehen. Das Vertrauen in private Unternehmen fehlt. Mit dem E-ID-Gesetz haben sich Bundesrat und Parlament über den Willen der Bevölkerung hinweggesetzt. Mit der Kommerzialisierung der digitalen Identität wird der Bund zu einem Datenlieferanten degradiert. Das Bundesamt für Polizei würde dafür eigens eine neue Personendatenbank schaffen, um privaten Konzernen die persönlichen Daten der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung zu stellen.

Im Gegensatz zu den bisherigen Ausweisen würde jede Nutzung der E-ID bei einem privaten Unternehmen aufgezeichnet und zentral gespeichert. Dadurch entsteht ein Missbrauchspotential. Der einzige, wirksame Datenschutz wäre, auf die Erhebung von unnötigen Daten zu verzichten.

Gruppe D2: E-ID Gesetz

Personen, welche im Internet Waren einkaufen oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen wollen, sind gebeten sich mit ihrer E-Mail-Adresse, Wohnadresse sowie anderen persönlichen Daten anzumelden. Jedoch ist kein Gesetz vorhanden, welches die Zuverlässigkeit des Kunden garantiert.

Aufgrund dieser Umstände hat der Bund und das Parlament ein Gesetzentwurf ausgearbeitet, welche auf einer vom Bund anerkannte elektronische Identität basiert – der E-ID.

Dieses Gesetz regelt, dass man sich mit der E-ID sicher identifizieren und Dienstleistungen sowie Waren geschützt im Internet bestellen kann.

Die E-ID bietet zudem die Möglichkeit Bankkonten zu erstellen oder amtliche Dokumente anzufordern, die sonst nur im persönlichen Kontakt mit einem Zuständigem beansprucht werden können.

Gegen dieses Gesetz wurde nun ein Referendum ergriffen, für das am 7. März 2021 abgestimmt werden kann.
In einem sind sich alle Beteiligten einig, Datenschutz sollte an Obersterstelle stehen.

Pro Argumente:

–        Die Datennutzung ist in der Schweiz schon gesetzlich geregelt

–        Es sollen noch Strengere Datenschutz Richtlinien geltend gemacht werden

Kontra Argumente:

–        Die Daten sollen von Privaten Unternehmen verwaltet werden

–        Es sind Erweiterte Angaben von Personalien im digitalen Bereich notwendig

Umsetzung
Hierbei geht es darum, wie die E-ID umgesetzt werden soll. Heisst ob sie vom Bund oder Privat Unternehmen ausgestellt wird.

Pro Argumente:

–        Die Umsetzung der E-ID wird streng vom Staat überwacht

–       Da nur die beste Umsetzung einer E-ID auf den Markt kommen wird, wird nur das zuverlässigste Produkt herausgebracht

Kontra Argumente:

–        Die Umsetzung soll nicht in Verantwortung von Privaten Unternehmen liegen

–        Die Ausgabe von Identitätsausweisen soll Sache des Staats bleiben.

Anwendung
Die E-ID ersetzt keinen Pass/ID, sie dient lediglich als gesammeltes Passwort-login.

Pro Argumente:

–        Es soll Schluss mit dem Passwortchaos sein

–        Die E-ID ist praktisch und zu dem vom Staat geprüft

Kontra Argumente:

–        Alle Angaben sind an einem Ort gesammelt

–        Besitzer der Daten hat sehr viel Macht

Unsere Meinung
Unsere Gruppe hat dieselben Ansichten zu diesem Gesetz. Wir finden alle, dass es angenommen werden sollte, da unsere Generation sehr oft im Internet Käufe abschliessen. Durch die E-ID können wir uns beim Kauf viel sicherer fühlen und müssen uns nicht sämtliche Passwörter und E-Mail-Adressen merken, die wir sehr leicht wieder vergessen könnten, und deshalb aufschreiben müssten.

 

02.03.2021

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