Weiterbildung und Berufsbildung

Fä­cher­über­grei­fen­der Un­ter­richt

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Der Stundenplan gibt einen 45-Minuten-Takt vor - und zwar in Deutsch, Englisch, Wirtschaft, IKA und anderen Fächer mehr. Es geht aber auch anders - vernetzt und fächerübergreifend. Der Versuch einer IKA-Lehrerin, nicht in Fächer zu denken, sondern vernetzt zu lernen.

IKA und Wirtschaft und Deutsch im Multipack

Veröffentlicht am 23. September 2017 von Anita Schuler

Das Leben lässt sich nicht in Fächer unterteilen. Und dennoch lehren wir unsere Schüler 45 Minuten in Deutsch. Dann 90 Minuten Computeranwendungen. Und danach gehts für 120 Minuten in den Wirtschaftsunterricht. Immer bei einer anderen Lehrperson. Mit einem anderen Lehrmittel. Und alles voneinander unabhängig. Dabei ist jeder Text auch eine eine „Deutscharbeit“, jeder Tastenschlag ein kleine Herausforderung für korrekten und sinnvollen Gebrauch von Anwendersoftware. Und wahrscheinlich geht es im Text um Literatur oder gesellschaftliche Themen. Warum also nicht verknüpfen, was zusammengehört? In der Schule und im Leben sowieso.

„Vertiefen und Vernetzen“ heisst in unserer Berufsschule ein spezielles Gefäss dazu. Etwa 3 Arbeiten müssen die Lernenden erstellen und werden mit einer separaten Zeugnisnote „angetrieben“, eine gute Leistung zu erbringen. Für die Lehrpersonen ist es immer ein ungeheurer Aufwand, eine sinnvolle Aufgabenstellung zu kreieren und dann die Arbeiten zu sichten und korrigieren. Wie es Prüfungen so an sich haben – niemand hat Lust dazu, niemand macht sie gern – weder Lernende noch Lehrpersonen.

Gerade eben habe ich im neuen Schuljahr mit vier Mediamatikerklassen versucht, eine einfache Aufgabenstellung mit IKA (Computeranwendung), Deutsch und Wirtschaft zu lösen. Mein Aufwand war lediglich, den Semesterplan der Wirtschaftslehrperson zu sichten und einen Text auszuwählen. In zwei Stunden hatte ich die Aufgabe geschrieben und so 4-6 Lektionen vorbereitet. Das Resultat? Die Lernenden fanden es sinnvoll. Sie freuten sich, ein Thema (Wirtschaft) zu vertiefen. Sie konnten selbständig arbeiten – ohne Druck. Und ich denke, sie haben den Sinn der Sache erkannt – die meisten jedenfalls.

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