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Rezension “Die Ver­mes­sung der Welt”

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Zurzeit arbeiten wir im Deutsch- sowie IKA-Unterricht an einem Lesejournal, mit der Intention, uns Jugendliche mehr zum Lesen zu bewegen. Täglich tauchen wir in unsere digitale, schnelllebige Welt, Social Media. Tut es uns nicht allen mal gut, sich ein wenig Zeit zu nehmen, um ein Buch zu lesen? Gerne stelle ich mein Letztgelesenes vor, “Die Vermessung der Welt” von Daniel Kehlmann.

Veröffentlicht am 26. September 2021 von Anita Schuler

Blogartikel von Elina Dreher, KVE20b

Inhalt
Der Roman beschreibt die Geschichte zweier deutschen Forscher mit einer besonderen Gabe. Ende des 18. Jahrhunderts, in einer Welt voll von persönlichem Schicksal, zwei Hauptrollen mit demselben Ziel: Die Welt zu vermessen.

«Die Geschichte regt einen zum Nachdenken an, hinterlässt aber auch Zweifel am damaligen Weltbild und deren Ethik.»

Der Autor, Daniel Kehlmann, beschreibt mit einer ordentlichen Portion Humor und vielen interessanten Details die zeitlichen Ereignisse.

Um die Welt zu vermessen, setzten die beiden Forscher auf unterschiedliche Lösungsansätze. Alexander von Humboldt, Forschungsreisender, entdeckt dabei wie die Vögel mittels Schallwellen kommunizieren, während Carl Friedrich Gauss, Mathematiker, die Formel zur fehlerfreien Berechnung der Planetenlaufbahn sowie die Lösung zur Konstruktion eines regelmässigen Siebzehnecks findet. Ab jetzt ist nichts mehr zu stoppen, Raum und Zeit wird neu definiert. Dies deutet der Forscher Carl Friedrich Gauss genauso an: „Nichts, was einmal jemand vermessen hatte, war noch oder konnte je sein wie zuvor.“  Das Buch wurde in über 40 Sprachen übersetzt, landete auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste und wurde zu einer der grössten Erfolge der deutschen Literatur der Nachkriegszeit.

Während Humboldt als Forscher die Welt bereist, in die dunkelsten Ecken klettert um Gebirge zu vermessen, lehnt Gauss, der sich als Landvermesser über Wasser hält, jegliche Reisetätigkeit ab. Denn die Mathematik erlaube es ihm, Probleme durch Nachdenken zu lösen. Er verlässt Deutschland nie, erreicht aber weit mehr als die meisten seiner Zeitgenossen.

Das Buch enthält viele interessante, mathematische und naturwissenschaftliche Themen, erzählt aber auch von Höhen und Tiefen im alltäglichen Leben dieser Zeit.

Interessant ist, obwohl diese Ereignisse Ende des 18. Jahrhunderts stattfinden, sich einiges bis in die heutige Zeit transferieren lässt. Das Buch frischt zudem auf spannende Art und Weise das Allgemeinwissen auf.

Schlussfolgerung

Der Titel “Die Vermessung der Welt” ist nicht nur wortwörtlich zu verstehen, sondern auch der Vermessung des Menschen als Ganzes, der sich für die Krone der Schöpfung hält.

Ein toller, spannender Abenteuerroman, angereichert mit präzisen Beschreibungen und einem wunderbaren Zusammenspiel von Wissenschaft und Intelligenz.

Die beiden Forscher kamen weiter als die meisten dieser Zeit. Humboldt bereiste die ganze Welt und empfand das Reisen und Entdecken als grosse Lebensbereicherung während dessen Gauss seine Befriedigung in mathematischen Formeln fand. Diese unterschiedlichen Erkenntnisse und Lebenserfahrungen finde ich sehr spannend.

Das Buch empfehle ich jedem fortgeschrittenen Leser, der sich für die Weltgeschichte interessiert, das mit viel zeitgeschichtlichem Hintergrund geschrieben wurde.

 

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