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Sprachkolumne – Sind Anglizismen cool?

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Was den Einsatz von Anglizismen in der deutschen Sprache angeht, scheiden sich die Geister. Gewisse Gelehrte empfinden die Lehnwörter aus dem Englischen als Bereicherung für die Sprache, andere lehnen sie mit der Begründung ab, dass der deutsche Wortschatz zunehmend verloren geht.

Veröffentlicht am 11. September 2016 von Erica Sauta

Fakt ist: Anglizismen haben sich längst in unsere Sprache eingeschlichen. Man checkt seine Mails, relaxt in den Ferien, ist um seine Work-Life-Balance besorgt, schiesst ein Selfie und freut sich, wenn in den Warenhäusern wieder überall in Grossbuchstaben SALE zu lesen ist.

Gewiss, einige Anglizismen haben durchaus ihre Berechtigung. Oder wie sollte man «mailen» oder «Shitstorm» auf Deutsch übersetzen? Dennoch gibt es eine Reihe von überflüssigen Anglizismen. So ist ein Referee immer noch ein Schiedsrichter, man hält sich an einen Endtermin statt an eine Deadline, liefert termingerecht statt just-in-time und erbringt eine Leistung statt einer Performance.

Der langen Rede kurzer Sinn: Der wohldosierte und gut überlegte Einsatz von Anglizismen gehört zu den Grundlagen (statt zu den Basics) einer wertschätzenden und empfängerorientierten Kommunikation.

Nächstes Seminar «Moderne Korrespondenz»: 27. Oktober – 10. November, jeweils Donnerstag 17.30-20.30, am BZZ in Stäfa

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