Weiterbildung und Berufsbildung

Was unser BZZ-Lernender in Fernost erlebt …

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Eins Spannendes IT-Projekt, das auch morgen in der Schweiz Anwendung finden könnte.

Veröffentlicht am 17. Oktober 2018 von Volkan Demir

«Route2China» heisst, dass das innovative «Internship-Projekt», das 27 Berufslernenden aus der IT und der Elektronik die fernöstliche Kultur und Arbeitsweise näher bringen soll. Das Berufspraktikum umfasst fünf unterschiedliche Projekte, die in einem internationalen Umfeld als Freelancer bearbeitet werden sollen. Neben fachlichen können, sollen die Lernenden wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse im Umgang mit einem der wichtigsten Handelspartner der Schweiz erwerben. Roy Ganz (Lehrperson Elektronik), Volkan Demir (Lehrperson Informatik, BZZ Horgen) und Min Wang (CEO Route2China) stehen Vorort den Lernenden als Betreuung zur Seite. Unter den Lernenden ist auch Maurice Panchaud, Auszubildender für Applikationstechnik bei der Swisslife Versicherung. Lesen Sie seinen Reisebericht:

Das Project für den realen Markt …

In unserem Projekt arbeiten wir für eine Firma namens „Overhand Fitness“. Die Firma produziert Fitness Tracker, mit denen man zusammen mit einem Trainer und anderen Leuten, die an einem Training interessiert sind, trainieren kann. Mit den Daten aus den beiden Trackern werden live auf einem grossen Bildschirm die Trainingsdaten angezeigt. Spielerisch wird man so motiviert sein Bestes zu geben um sein Team voranzubringen. Bis jetzt ist es ziemlich schwer in der Applikation neue Übungsarten hinzuzufügen, weil die Algorithmen selber herausgefunden und programmiert wurden. Ein Teil unserer Projektgruppe hilft anderen Mitarbeitern dabei mittels „Machine Learning“ ein neues System für die Übungserkennung zu entwickeln. Wenn mit dem neuen System dann eine neue Übung hinzugefügt werden soll, müssen verschiedene Kandidaten diese mehrmals machen und das System soll dann selber den neuen Algorithmus herausfinden. Der andere Teil unserer Gruppe beschäftigt sich damit es möglich zu machen das Training auch zu Hause zu betreiben. Das heisst es soll schlussendlich eine Webapplikation geben, welche die Daten von den Trackern empfängt, die Übungen erkennt und entsprechende Daten anzeigt.

Die Verantwortung ist spürbar grösser …

Anders als die geregelte Arbeit im Geschäft sind wir hier als Freelancer etwas freier und lernen eine andere Art zu arbeiten kennen. Ausserdem lernen wir als Freelancer wie man ein Projekt geplant umsetzt und wie man in einer Gruppe effektiv arbeitet. Was auch sehr interessant ist, ist zu sehen wie es läuft direkt mit dem Kunden zu interagieren.

Der Verkehr ist ein einziges Gewusel …

Für uns ist der Verkehr hier ein einziges Gewusel. Es erscheint ungeordnet und bereitet einem fast ein wenig Sorgen. Wenn man sich jedoch auf den Verkehr einlässt, bemerkt man, dass es doch funktioniert, da nämlich jeder auf diejenigen direkt um ihm herum achtet. Ausserdem haben wir noch keine einzige Kollision miterlebt. Wenn man dies auf die Arbeit überträgt, kann man sagen, dass unsere Art zu Arbeiten sehr geregelt daherkommt. Es funktioniert jedoch auch flexibleren Lösungen gut, wenn sich jeder darauf und auf seine Mitarbeiter einlässt.

Die chinesische Küche ist sehr divers …

Schon in den ersten Tagen nach unserer Ankunft bemerkte ich, dass es ziemlich schwierig ist sich in der traditionell Chinesischen Küche zurechtzufinden. Dies liegt nicht nur an der sprachlichen Barriere, sondern auch an der fehlenden Erfahrung mit chinesischem Essen. Deshalb war es für mich vor allen in den ersten Tagen sehr schwierig zu wissen, was gut und was weniger gut ist. Schon bald aber kannten wir einige gute Restaurants und wussten auf was zu achten ist bei der Essenswahl. Sehr auffallend ist dabei auch, dass die chinesische Küche sehr divers ist: von Insekten, zu Fröschen, zu Reisnudeln bis hin zu Dumplings findet man alles. Aber nicht nur chinesisches Essen gibt es zu genüge in Shanghai; auch ausländisches Essen findet man in grossen Mengen und guter Qualität. So gibt es z.B. viele gute italienische oder andere europäische Restaurants. Neben dem Essen ist das Trinken natürlich auch ein sehr wichtiger Teil der kulinarischen Erfahrung in China. In der Tianshan Tea City in Shanghai, wo riesige Mengen an Tee weltweit gehandelt werden, erlebten wir eine sehr interessante und authentische Tee-Degustation. Alles in allem ist das Essen und Trinken in China sehr divers und es ist für jeden etwas dabei.

Hier ist es ganz normal 15 Minuten zu spät zu kommen …

Wir denken für beide Kulturen ist die Arbeit und das anstreben nach Erfolg sehr wichtig, so wie die Familie. Ein grosser Unterschied zwischen den Menschen in Shanghai und uns ist, dass die Chinesen keinen grossen Wert auf Pünktlichkeit legen. Es ist hier ganz normal, dass man 15 Minuten zu spät kommt. Dies wäre in der Schweiz ein klares No-Go. Das Lustige ist dieses System hat sich im Verlauf der ersten Woche auf uns stark abgefärbt. Bei der Metro wird nicht gewartet bis alle ausgestiegen sind, nein es drücken sich einfach alle von aussen rein, während die anderen am Aussteigen sind. Was uns am meisten überrascht hat ist der Arbeitsplatz. Wir arbeiten in einem Bunker, welcher viel Licht und gute Luftqualität hat und recht gemütlich ist, so etwas haben wir beide noch nie gesehen. Vom «The Bund», die bekannte Uferpromenade in Shanghai, bin ich beeindruckt, denn man hat ein wunderschönes Bild der Mega-Metropole über den Hangpu Fluss.

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2 Kommentare


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  • - 30. Oktober 2018 13:28

    Interessant Eure Bericht zu lesen, Volkan und Maurice!

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  • - 20. Oktober 2018 00:01

    Shanghai

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