Weiterbildung und Berufsbildung

Der freche Apostroph

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Der Apostroph ist ein aufdringlicher Kerl. Nach den Regeln der Grammatik ist seine Rolle auf wenige Fälle beschränkt.

Veröffentlicht am 9. November 2016 von Erica Sauta

Er darf beispielsweise ausgelassene Buchstaben ersetzen (D’dorf für Dübendorf) oder bei Namen mit einem Zischlaut den Genitiv kennzeichnen (Thomas’ Lieblingsgericht).

Das ist ihm aber offenbar zu wenig. Deshalb schleicht er sich klammheimlich in Wörter ein, in denen er nichts verloren hat. Zum Beispiel bei der Mehrzahlbildung. Da drängt er sich vor das Plural-S von Begriffen wie Auto’s oder Foto’s. Korrekt wäre: Autos bzw. Fotos. Häufig zwingt er sich bei Abkürzungen auf: Dabei brauchen ihn die KMU’s ebenso wenig wie die CD’s – KMU und CDs ist richtig.

So lieber nicht. Mehrzahl wird nicht mit Apostroph geschrieben.

Ein weit verbreiteter Fehler. Mehrzahl wird nicht mit Apostroph geschrieben (Bild: Wikipedia).

Oft zwängt sich der Frechdachs zudem zwischen Präpositionen und bestimmte Artikel (auf’s statt aufs oder für’s statt fürs). Und manchmal gelingt es ihm sogar, sich völlig verquer in Wörter einzuschmuggeln: Zum Beispiel bei nicht’s (statt nichts) oder stet’s (statt stets). Der Beispiele gäbe es noch viele. Es ist also höchste Zeit, den frechen Kerl in die Schranken zu weisen. Wer macht mit?

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mehr über den Apostroph auf Wikipedia

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