Weiterbildung und Berufsbildung

Vor­stel­len und Be­kannt­ma­chen – aber richtig!

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Nie mehr unsicher oder sogar rot werden: Wer weiss, wie man jemanden richtig vorstellt, gewinnt Sicherheit und Sympathie. Hier erfahren Sie wie es geht. Wie machen sich Leute miteinander bekannt?

Knigge - wie man sich richtig vorstellt

Veröffentlicht am 9. Februar 2018 von Blog Redaktion

Stellen Sie sich vor, Sie stellen sich vor. Sie stehen vor einer Gruppe von Leuten und das Scheinwerferlicht auf Ihrer Person lässt Ihre Hände schwitzen oder schnürt Ihnen sogar die Kehle zu. Schlucken Sie erst mal leer herunter und setzen Sie ein Lächeln auf. Sie werden sehen, es ist gar nicht so schlimm. Also meistens. Bei einem nächsten Mal kennen Sie dann vielleicht schon jemanden aus der neuen Runde, der Ihnen die Aufgabe abnimmt und Sie den anderen vorstellt oder bekannt macht.

Im Beruf folgt die Reihenfolge der Hierarchie der Anwesenden, das heisst: Die rangniedrigere Person wird der ranghöheren vorgestellt.

  • Die 50jährige Assistentin wird dem 30jährigen Abteilungsleiter vorgestellt
  • Der Lernende wird dem CEO vorgestellt
  • Der Chef wird dem Kunden vorgestellt

Im Privaten kann es durchaus lockerer angegangen werden, mit Alter vor Geschlecht fahren Sie schon mal nicht schlecht. Im Zweifelsfall geben Sie der Dame den Vortritt, dass sie als erste den Namen der anderen erfahren darf.

Wenn Sie an Ihrem ersten Arbeitstag vor der Kaffeemaschine ein paar neue Kollegen treffen, darf ruhig eine kleine Vorstellungsrunde eingeläutet werden. Hierbei handelt es sich um ein inoffizielles Vorstellen, ein Sich-Bekanntmachen, das sich zwischen hierarchisch gleichgestellten Personen abspielt. Steht jedoch Ihr Chef dabei, wird er das Vorstellungszepter übernehmen und Sie Ihren Kollegen vorstellen.

Wer stellt sich wie vor?

Sich selbst vorstellen

In folgenden Situationen stellen Sie sich selber vor:

  • Wenn Sie alleine sind: „Ich bin Carmen Meier.“
  • Bei einer Gruppe, wenn die älteste Person oder der Sitzungsleiter die Initiative ergreift: „Darf ich vorschlagen, dass sich jeder kurz selber vorstellt?“

Offizielles Vorstellen

Eigentlich ist es ganz einfach: Rang vor Alter vor Geschlecht – der Höhergestellte darf den Namen der anderen zuerst erfahren.

Die Personalassistentin führt den Bewerber in das Büro des CEO und sagt ihm: „Herr Sommer, ich möchte Ihnen Felix Neuer vorstellen, er bewirbt sich für die Stelle als Verkaufsleiter. Herr Neuer, das ist unser CEO Peter Sommer.“.

Inoffizielles Vorstellen

Eine inoffizielle Vorstellung kann – wie das „inoffiziell“ schon vermuten lässt – zum Beispiel so ablaufen:

  • „Ich möchte Sie miteinander bekannt machen: Das ist Herr Fischer und das ist Frau Egli.“
  • „Kennen Sie sich bereits? Ernst Rüegg, Claudia Moser?“

Teilen Sie bei Vorstellungsrunden mit, woher Sie sich kennen oder in welchen Abteilungen die Personen arbeiten:

  • „Frau Egli arbeitet in der Finanzabteilung und Herrn Fischer werden Sie nächste Woche beim Einführungstag sehen, er ist für das Büromaterial zuständig.“
  •  „Lukas habe ich beim Karate kennengelernt. Er trägt übrigens den schwarzen Gürtel.“

Nach der Vorstellung sollten ein paar angenehme Worte folgen oder eine Verbindung zwischen den Anwesenden hergestellt werden. Das erleichtert den Einstieg ins Gespräch.

  • „Erwin Müller von der Xenox AG ist ein Fachmann auf dem Gebiet der Umweltforschung und gehört zu unseren langjährigen Kunden.“
  • „Brigitte Meile hat übrigens genau wie Sie an der HWZ Kommunikation studiert.“

Wichtig! Beim Vorstellen stehen immer alle Personen auf. Und nehmen dabei natürlich die linke Hand aus der Hosentasche.

Upps, so nicht!

Sagen Sie nicht:

  • „Ich bin Frau Klein.“ (Oft ist es ja gut erkennbar, dass es sich dabei um eine Frau handelt, daher ist dieser Zusatz überflüssig, ansonsten lieber den Vornamen hinzufügen: „Ich bin Corina Klein“). Dies ist jedoch keine Aufforderung zum Du.
  • „Gerber Franz “ (Klingt militärisch, ausser Sie sind an einem Schwingfest)
  • „Das ist meine Gattin.“ (Besser: „Das ist meine Frau/Partnerin.“)

Sie haben nun einiges erfahren. Nun geht’s ums Umsetzen. Die nächste Gelegenheit gibt es am Donnerstag, 1. März 2018.

Daten und Infos der Seminare zum Thema

Über die Autorin

Susanne Abplanalp

Susanne Abplanalp ist Trainerin für Business Knigge, Dozentin und Buchautorin.

Ihr umfassendes Wissen und ihre Leidenschaft für Auftrittskompetenz vermittelt die Business-Knigge-Expertin an Seminaren für Firmen und an Weiterbildungsinstituten.

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2 Kommentare


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  • - 17. Februar 2018 11:49

    Jaaaa… ich kann die Kurse mit Susanne Abplanalp nur herzlichst empfehlen!!

    Antworten

    • - 28. Februar 2018 10:26

      Danke Claudia! Bis bald einmal beim nächsten Kurs.

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