Weiterbildung und Berufsbildung

Jugendliche gestalten Abstimmungsplakate

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Am 25.9.16 findet die Volksabstimmung statt. Drei Vorlagen stehen zur Debatte. Wie weit soll die Überwachung gehen? Steht Umweltschutz über der Wirtschaft? Soll für die Rentner noch mehr Geld ausgegeben werden? Die Parteien gehen auf Stimmenfang. Zum Beispiel mit Plakaten. Hier zu finden sind die Plakate aus dem Kurzprojekt in der Klasse.

Veröffentlicht am 21. September 2016 von Klasse Me14a

Eine Berufsschulklasse auf Stimmenfang. Der Auftrag ist einfach, die Umsetzung eine Herausforderung. Zeit: 4 Lektionen. Zu zweit ein Thema bearbeiten.

Das eine Gruppenmitglied gestaltet ein Pro-Plakat, der andere eine Kontra-Version. Hier eine Zusammenfassung des Kurz-Projekts. Alle Plakatbilder gibt’s ganz unten am Ende des Blogs.

Thema Abstimmung

Zuerst erfolgt die Auseinandersetzung mit dem Thema (das zufällig zugeteilt wird). Um was geht es? Was soll erreicht werden? Und überhaupt: Was ist eine Initiative und was ein Referendum?

Mit der Initiative wird soll eine Änderung in der Bundesverfassung erfolgen. Dazu müssen 100’000 Unterschriften von Stimmberechtigten in 18 Monaten gesammelt werden. Von den 206 bisher zur Abstimmung gelangten Initiativen sind gerade mal 22 angenommen worden (also etwa 10%).

Beim Referendum wird über einen Beschluss des Parlaments abgestimmt. Gewisse Bestimmungen müssen vors Volk (obligatorisches Referendum). Wenn jemandem ein beschlossenes Gesetz des Parlaments oder Bundesrats nicht passt, dann kann mit dem Sammeln von 50’000 Unterschriften innert 100 Tagen die Abstimmung bewirkt werden.

Plakate

Bei der Plakatgestaltung ging es darum, die Argumente Pro oder Kontra zum Ausdruck zu bringen. Die Leute sollen also überzeugt oder in ihrer Haltung bestätigt werden.

Erkenntnisse am Beispiel «Nein zum NDG»

Wie kommen die Pro bzw. Kontraargumente im Plakat zum Ausdruck?

Das Thema Nachrichtendienstgesetzt wurde mir zugeteilt und ich habe mich für die kontra Seite entschieden. Mein Titel ist kurzgehalten und heisst “Nein zum NDG“ (Nachrichtendienstgesetz). Mein Argument ist, dass alle Augen auf mich schauen und ich jederzeit legal belauscht werden kann. Mit Augen ist der Staat gemeint, der alles überwachen kann.

Volksabstimmung Nein-zum-NDG

Volksabstimmung Nein-zum-NDG

Wie ist die Gestaltung des Plakats in Bezug auf Layout, Farben und Bildwahl begründet?

Ich habe Rot als Hauptfarbe gewählt, weil ich zeigen will, dass etwas nicht in Ordnung ist und das Plakat grosse Aufmerksamkeit bekommt. Die Augen stehen dafür, dass der Staat immer ein Auge auf einen richtet und ständig beobachtet. Die Schweizer Karte ist dafür gedacht, dass die Wahl in der Schweiz gemacht wird. Die vielen Augen auf der Karte bedeuten, dass man in der ganzen Schweiz überwacht werden kann.

Welche Erkenntnisse wurde aus der Erstellung des Plakats zum Thema gewonnen.

Dass ich etwas besser zum Ausdruck bringen kann, wenn ich es verständlich auf bildliche Weise darstelle. Ich habe erkannt, mit etwas mehr Recherche über das Thema Nachrichtendienstgesetzt besser zu verstehen was damit gemeint ist, als nur die Plakate in der Öffentlichkeit von den Parteien zu sehen und mir so eine Vorstellung darüber zu machen.

Erkenntnisse am Beispiel Ja zum NDG

 

Volksabstimmung Ja-zum-NDG

Volksabstimmung Ja-zum-NDG

Mein Pro-NDG-Plakat ist unterteilt in Slogan und Symbol. Der Slogan ist so gross wie möglich und in rot gestaltet. Er bringt zum Ausdruck, für welche Werte gekämpft werden. Da das neue Gesetz Schutz bieten soll, steht das Männchen mit dem Schutzschild vor der Karte der Schweiz. Der Hintergrund stellt die Informationsflut dar. Fazit: Ein solches Plakat zu gestalten ist anspruchsvoll, da es Träger einer starken Message ist.

Erkenntnisse am Beispiel Ja zur Grünen Wirtschaft

Volksabstimmung Ja zur Grünen Wirtschaft

Volksabstimmung Ja zur Grünen Wirtschaft

Als Hauptfarbe habe ich auf dem Plakat Grün gewählt, da sie für Ökologie und Bio steht. Der Junge greift förmlich nach dem Betrachter, er scheint ihn zu mögen. Meine Überlegung war, dass er dankbar ist, dass wir mit dieser Abstimmung schon für seine (gute) Zukunft sorgen. Ansonsten sind da noch der Hintergrund, Text und das Logo der Befürworter, wodurch klar wird, dass es ein Pro-Plakat ist. Ich kann mir durch das Kurzprojekt nun eine eigene Meinung über die grüne Wirtschaft bilden.

Erkenntnisse am Beispiel Nein zur Grünen Wirtschaft

1. In diesem Fall werden die Kontraargumente durch den Crash-Test Dummy, welcher am Bildrand aufzuschlagen droht, dargestellt. Jedoch ist gleichzeitig eine Auslegung als «Grüner-Dickschädel» , welcher mit dem Kopf durch die Wand geht, möglich. Zum Bild der Vorlage als Crash-Test Dummy ist auch zu erwähnen, dass die Ziele dieser Initiative als Experiment dargestellt werden, was in diesem Ausmass bedrohlich wirken kann. Auch ist der Kopf nach rechts ausgerichtet, was in westeuropäischen Kulturen durch die Leserichtung als Vorwärtsbewegung erkannt wird. Dadurch wird die bisherige, erfolgreiche Stossrichtung der Wirtschaft dargestellt, der nun jedoch ein Hindernis im Wege steht.

Volksabstimmung Nein zur Grünen Wirtschaft-02

Volksabstimmung Nein zur Grünen Wirtschaft-02

2. Bis auf Schwarz und Weiss sind nur drei Farben und eine Helligkeitsstufe verwendet um das ganze möglichst einfach und eingängig zu halten. Das «Crash-Test» Symbol wäre einfarbig nicht ganz klar und auch der graue Hals würde in gleicher Farbe wie der Kopf eher skelettartig wirken, was im übertragenen Sinn als Anspielung Sinn ergibt, die Darstellung als «Crash-Test Dummy» unkenntlicher machen würde.

Nach dem Schweizerkreuz gleitet der Blick des Betrachters nach unten, wird kurz durch das Crash-Test Symbol und Auge unterbrochen um sich dem roten unteren Haupt-Slogan zu widmen. Ist diese Botschaft verstanden wandert der Blick zurück zur Dreiecksform und durch das nach oben blickende Auge zur Abstimmungsempfehlung und Bildrand hingezogen. Diese Blickfolge richtet sich nach der Gewichtung durch Grösse, Platzierung und Farbgebung dieser Gestaltung.

3. Die Ziele der Vorlage sind auf jeden Fall sinnvoll und auch längerfristig nachhaltig. In einzelnen Bereichen ist die gerne als Schweizer Grundwert präsentierte Innovation durch die nicht vorhandenen, nötigen grösseren finanziellen Investitionen oft nicht vorhanden. Natürlich kann man auch argumentieren, dass dies, unsere schweizerische Errungenschaft nicht gefährdet werden darf. Andererseits, wenn nicht die finanziellen Spitzenreiter einen Wandel aktiv bewirken sollen, wer dann?

Gallerie mit Auswahl der Abstimmungsplakate der Schüler

Volksabstimmung Nein zur Grünen Wirtschaft-02

Volksabstimmung Nein zur Grünen Wirtschaft-02

Volksabstimmung Ja zur Grünen Wirtschaft

Volksabstimmung Ja zur Grünen Wirtschaft

Volksabstimmung Nein zur Grünen Wirtschaft-02

Volksabstimmung Nein zur Grünen Wirtschaft-02

Volksabstimmung Ja-zum-NDG

Volksabstimmung Ja-zum-NDG

Volksabstimmung Nein-zum-NDG

Volksabstimmung Nein-zum-NDG

Volksabstimmung Ja-zum-NDG

Volksabstimmung Ja-zum-NDG

 

Volksabstimmung Ja zum NDG

Volksabstimmung Ja zum NDG

 

Abstimmung Nein zum NDG

Abstimmung Nein zum NDG

 

ahv2Volksabstimmung Ja zu Ahv Plus

Volksabstimmung Ja zu AHV Plus

 

Volksabstimmung Nein zu Ahv Plus

Volksabstimmung Nein zu AHV Plus

 

ahv2Volksabstimmung Ja zu Ahv Plus

Volksabstimmung Ja zu AHV Plus

 

Volksabstimmung Nein zu AHV Plus

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1 Kommentar


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  • Anita Schuler - 23. September 2016 11:03

    Die Plakat sind de Hammer! Geili Sieche, die BZZ-Schüeler!!!

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