Weiterbildung und Berufsbildung

Positiv und klar for­mu­lie­ren

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Richtig kommunizieren ist das A und O. Wie formuliere ich meine Ideen positiv und klar. Hier erfahren Sie, wie es geht.

Veröffentlicht am 6. April 2018 von Blog Redaktion

Formulieren Sie positiv und das halbleere Glas vor Ihnen ist halbvoll. Lassen Sie „gewisse“ Wörter weg und punkten Sie mit präzisen Sätzen.

Setzen Sie Ihre Sprache bewusst ein. Entscheidend ist, was Sie kommunizieren, aber ebenso, wie und ob es beim Empfänger auch so ankommt. Formulieren Sie positiv, klar und lösungsorientiert. So erreichen Sie, dass Ihre Ideen direkt ankommen und Ihre Kunden zufrieden sind.

8 Tipps für die positive und klare Kommunikation

Den passenden Ort wählen

Meist spielt es eine Rolle, wo Sie ein Gespräch führen. Wenn Sie ins Büro des Chefs zitiert werden, wissen Sie, dass ein wichtiges Gespräch folgen wird. Die gleichen Worte, über ein Pult hinweg gesprochen, vielleicht noch im Stehen, haben eine ganz andere Wirkung, da beiläufiger kommuniziert. Haben Sie etwas Wichtiges zu sagen, wählen Sie dazu den geeigneten Rahmen.

Zeit nehmen und gewinnen

Nehmen Sie sich Zeit, spitzen Sie Ihre Ohren und hören Sie Ihrem Gegenüber aufmerksam zu. Mit einer guten Vorbereitung auf eine Unterhaltung wird es Ihnen gelingen, sich während dem Gespräch voll und ganz auf Ihr Gegenüber zu konzentrieren. Sie werden feststellen, dass Sie dann effektiv gar nicht so viel Zeit für das Gespräch selbst mehr benötigen. Das Gespräch wird nämlich intensiver – und Sie effizienter.

Fragen stellen

Stellen Sie Fragen! Sie zeigen damit Interesse am Gegenüber, verstehen seine Motive und erhalten nützliche Hintergrundinformationen (was Ihnen wiederum mehr Klarheit verschafft). Die einzige Frage-Form, die nicht wertschätzend ist, ist die Suggestivfrage. Sie wird eingesetzt, um jemanden in eine bestimmte Richtung zu lenken. Sehr durchtriebene Menschen kombinieren die Suggestivfrage noch mit einem Kompliment: „Du als IT-Crack findest es sicher auch störend, dass wir noch alte PCs benützen müssen. Es sind dringend Neuanschaffungen zu planen. Da gibst du mir sicher recht und unterschreibst diesen Antrag?“

Feedback geben

Besser als Kritik zu üben, ist Feedback zu geben. Ein Feedback wird idealerweise erfragt: „Darf ich Ihnen ein Feedback geben?“ Wichtig ist, dass das Feedbackgespräch unter vier Augen stattfindet. Was ist aus Ihrer Sicht gut und was optimierungswürdig? Was müsste geändert werden, damit der Auftrag in Zukunft noch besser ausgeführt werden kann? Je konkreter das Feedback ist, desto hilfreicher ist es auch. Ein Feedback soll aufbauend und in dem Sinne positiv sein. Machen Sie nur auf Schwächen aufmerksam, die der andere auch ändern kann. Niemals darf ein Feedback die Würde des Anderen verletzen.

Treffende Komplimente machen

Wenn Sie ein echtes Kompliment machen wollen, muss es konkret sein und den Kern der Sache treffen. „Das war super!“, ist zwar nett gemeint, aber auch schnell in den Raum geworfen. Je qualifizierter das Lob, desto wertvoller. Präzisieren Sie, was genau so super war. „Ihr Vortrag hat mich sehr überzeugt! Die Argumente, die Sie am Schluss gebracht haben, waren für alle einleuchtend. Das haben die Reaktionen gezeigt. Ich bin sehr zufrieden und möchte mich für Ihr Engagement bedanken.“ Dies ist ein persönliches Lob, das den Empfänger sicher aufrichtig freut, weil daraus hervorgeht, was genau Sie an seiner Leistung wertschätzen.

  • Verknüpfen Sie nie Komplimente mit einer neuen Aufgabe oder noch mehr Arbeit. Verzichten Sie auf Aussagen wie „Das hast Du sehr gut gemacht. Du bist die richtige Frau, um auch das neue Konzept zu erarbeiten.“
  • Sprechen Sie ruhig ein Lob nach oben aus, auch ausserhalb des Jahresgesprächs. Vorgesetzte oder Firmenchefs erhalten selten Lob von Ihren Mitarbeitenden, schon gar nicht über mehrere Hierarchiestufen hinweg. Das hat nichts mit der Qualität ihrer Arbeit zu tun. Sondern mit der Hemmung ihrer Angestellten. Ändern Sie dies!
  • Wenn Ihre Abteilung etwas Gutes geleistet hat, dann loben Sie Ihre Kolleginnen: „Ich finde, wir haben einen guten Team-Spirit. Ich weiss, dass Kollegen aus andern Abteilungen es ebenso gerne hätten.“
  • Eigenlob kann ein wirksamer Wink mit dem Zaunpfahl sein: „Jetzt bin ich selber stolz auf mein neues Konzept und bin gespannt, was Sie dazu meinen.“ So zeigen Sie Ihrem Chef, dass es Zeit ist, wieder einmal ein Feedback zu erhalten. Am liebsten ein positives natürlich…

Optimismus und Wahl der Worte

Wählen Sie Ihre Worte sorgfältig. Nehmen Sie sich Zeit und überlegen Sie vor dem Sprechen, wie das Gesagte wohl beim Empfänger ankommen wird. Versuchen Sie, wenn immer möglich positiv zu sein und sich auch so äussern.

Keine Monologe

Führen Sie keine langen Monologe, sondern geben Sie das Wort weiter und motivieren Sie andere Mitarbeiter, sich zu einem Thema zu äussern. Wer anstelle von Sprechpausen Füllwörter verwendet, damit er das Gespräch bei sich halten kann, macht sich nicht beliebt. Achten Sie darauf, dass sich nicht zu viele Hms und Ähs einschleichen, Ihre Zuhörer schlafen sonst stehend ein.

Verständlich sprechen

Wer nuschelt und Wörter verschluckt, leise spricht oder sehr monoton, ist als Gesprächspartner eine echte Herausforderung. Wie soll da einer noch folgen können? Sprechen Sie klar und verständlich. Nehmen Sie Kritik zu Ihrer undeutlichen Aussprache ernst und holen Sie aktiv Feedback ein, sollten Sie sich Ihres „Sprachfehlers“ bewusst sein. So können Sie an sich arbeiten.

Daten und Infos der Seminare zum Thema

Über die Autorin

Susanne Abplanalp

Susanne Abplanalp ist Trainerin für Business Knigge, Dozentin und Buchautorin.

Ihr umfassendes Wissen und ihre Leidenschaft für Auftrittskompetenz vermittelt die Business-Knigge-Expertin an Seminaren für Firmen und an Weiterbildungsinstituten.

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